Notiz
Voll auf die Fresse" ist eine derbe deutsche Redewendung, die für einen harten Schlag ins Gesicht, oder eine direkte, aggressive Konfrontation steht. Der Ausdruck wird oft metaphorisch für heftige Kritik genutzt.
Galater 2,11 nach der Übersetzung Gute Nachricht
Als Petrus in Antiochia war, stellte ich ihn öffentlich zur Rede, weil sein Verhalten unentschuldbar war.
Hoffnung für alle: "... musste ich ihm vor allen widersprechen"
Luther Übersetzung, Einheitsübersetzung, Elberfelder: "widerstand ich ihm ins Angesicht"
Gute Nachricht und Neue Genfer Übersetzung: "stellte ich ihn öffentlich zur Rede"
Zürcher Übersetzung: trat ich ihm persönlich entgegen"
Menge Übersetzung: "trat ich ihm Auge in Auge entgegen"
Volxbibel: "musste ich ihm in einer Diskussion erst mal heftig widersprechen"
Christen vermeiden gerne die offene Konfrontation. Wir lesen aber in der Bibel, von heftigen Auseinandersetzungen. Jesus wie Paulus traten Menschen offen entgegen, wenn es um Wichtiges ging. In Galater 2 lesen wir, wie Paulus sogar Petrus mitten ins Gesicht sagte, was ihm missviel.
Die ganze Zeit über hing Petrus mit Nichtjuden rum und ass sogar mit ihnen, was damals ein absolutes gesellschaftliches No Go war. Kaum kamen dann einflussreiche Leute aus Jerusalem, unter ihnen Jakobus, der vermutlich die Leitung inne hatte, da tat Petrus so, als würde er noch nach den jüdischen Regeln leben und nicht mit Nichtjuden verkehren. Paulus kritisiert Petrus öffentlich, weil dieser sich von den nichtjüdischen Christen zurückgezogen hatte.
Direkt ins Gesicht. Das ginge noch. Paulus schrieb vom nicht akzeptierbaren Verhalten von Petrus sogar in einem Brief an die Galater. Die Galater waren Christen welche insbesondere mit ihrer eigenen Gesetzlichkeit Mühe bekundeten. Paulus macht unmissverständlich deutlich, dass nicht das Halten von Reinheits-Gesetzen, sondern allein der vertrauensvolle Glaube in Gottes Gnade zählt. Das muss man sich reinziehen. Paulus stellt sich Petrus entgegen. Noch einige Verse vorher bestätigt er dessen Legitimation als Apostel mit besonderen Auftrag unter den Juden zu wirken. Dieser Brief an die Galater ist damals in vielen Gemeinden herumgereicht worden. Da wurde darüber geredet. Und noch heute kann man vom Fehlverhalten von Petrus lesen. Was für eine Konfrontation! Mehr ging wohl kaum. Und was für ein Gesichtsverlust.
Erkenntnis: Bestimmte Verhaltensweisen müssen ans Licht gebracht werden. Insbesondere heuchlerisches Verhalten und schlechtes Gerede hintenherum brauchen deutliche Massnahmen.
Da hilft die gewaltfreie Kommunikation (GFK) wenig. Jedenfalls kann man sich dahinter nicht verstecken. Nach Marshall B.Rosenberg basiert dieses Modell auf Empathie, Respekt und klarer Kommunikation, um Konflikte friedlich zu lösen und Verbindungen zu stärken. Es zielt darauf ab, durch eine bewusste Haltung Bedürfnisse zu verstehen und zu äußern, anstatt Schuld zuzuweisen oder zu fordern.
Ich muss bestimmte Dinge schneller und offener eskalieren zu lassen. Warum? Weil Solches nicht besser wird mit der Zeit - im Gegenteil. Und weil nicht nur ich, sondern auch andere Schaden nehmen können.
Johannes 3,19-21
"Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Dunkelheit mehr als das Licht; denn ihre Taten waren schlecht. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und bleibt im Dunkeln, damit seine schlechten Taten nicht offenbar werden. Aber wer der Wahrheit gehorcht, kommt zum Licht; denn das Licht macht offenbar, dass er mit seinen Taten Gott gehorsam war."
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