Baracken im Dienst der Migration

 

Die Stadt Winterthur geht neue Wege im Umgang mit Migranten. Die Zuweisungsquote im Asyl- und Schutzbereich liegt bei ca. 16 Personen pro 1000 Einwohner. Die Stadt stellt für sie Unterkünfte für rund 770 Personen bereit. Die Wohnungsnot in Winterthur ist seit Jahren akut. Die Leerstandsquote liegt mit rund 0,20 Prozent extrem tief, während die Nachfrage stark steigt und bezahlbarer Wohnraum für mittlere und kleine Einkommen fehlt. Die Bevölkerung von Winterthur wächst schneller als neuer Wohnraum entsteht. Angesichts dieser Situation greift der Stadtrat zu drastischen Massnahmen.

Wie man zur Zeit beobachten kann, werden im Neuwiesenquartier Baracken aufgebaut. Der Boden war dort mit Giftstoffen aus einer alten Abfalldeponie verseucht. Die Stadt musste auf über 20’000 Quadratmetern den Boden abtragen und ersetzen. Der entstandene Freiraum soll nun für die Unterbringung von Migranten genutzt werden.

Es sind kleine Wohneinheiten geplant. Küche, WC Anlagen und auch Einkaufsmöglichkeiten werden zentral bereit gestellt.

Der bestehende Zaun rund um das Gelände soll noch erhöht werden. Es wird, um die Kontrolle zu behalten lediglich 2 Eingänge in das Barackendorf geben. Diese sind kontrolliert und bewacht.

 

Die Stadt Winterthur setzt auf Baracken. Im Dienst der Migration sollen sie neue Möglichkeiten schaffen. Die SVP hatte sich zu Beginn dagegen gestellt mit der Begründung, das Konzept werde zu einem Ansturm von Asylsuchenden führen. Mittlerweile sieht die SVP auch Vorteile und möchte das Konzept ausweiten, angesichts der steigenden Arbeitsmigration. Schliesslich habe heute fast die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, und rund 26,8 % besitzen keinen Schweizer Pass. Früher, im 20. Jh. war die Zuwanderung durch Firmen wie Sulzer für die Maschinen- und Textilindustrie bestimmend. Heute gibt es Menschen mit Migrationsgeschichte in allen Wirtschaftssektoren und im kulturellen Leben. Die rechts-konservative Partei hat bereits einen Antrag gestellt, dass nicht nur Asylsuchende, sondern auch Arbeitsmigranten im Barackendorf untergebracht werden sollen. Jede aus dem Ausland ankommende Person müsse erst einmal mindestens ein halbes Jahr ins Barackendorf einziehen. Die Vorteile lägen bei den geringen Kosten, der Abschreckung und auch der Kontrolle. Ausserdem führe die Massnahem zu einer Entlastung im Wohnungsmarkt zu Gunsten der Schweizer Bevölkerung. 

 

Mit der Massnahme eines Barackendorfs greift die Stadt auf ein altbewährtes Konzept zurück und wer weiss, vielleicht wird die Idee in der ganzen Schweiz Gehör finden. Barackendörfer sind nichts Neues. In den 60er Jahren, als Mangel an Arbeitskräften herrschte, konnte die Lage mit italienischen Arbeitern entschärft werden. Allerdings wurden die Firmen von den Kantonen verpflichtet, für die Unterbringung der Arbeiter zu sorgen. So wurden in der Folge Wohnbaracken erstellt. 

Das Bild rechts zeigt eine Szene im Barackendorf Brisgi bei Baden, wo auf dem Höhepunkt im Jahr 1967 gegen 2000 Menschen wohnten. Die ausländische Wohnbevölkerung hatte sich zwischen 1940 und 1970 von 2000 auf über 20000 mehr als verzehnfacht.

Baracken für Arbeitsmigranten verschwanden in der Schweiz, weil das Schweizer Saisonnierstatut im Jahr 2002 durch die Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU abgeschafft wurde. Dieses System hatte die trennende, befristete Unterbringung von Arbeitskräften in Lagern am Stadtrand erst erzwungen.

 

by the way

Fake News

 

Sulamith Knellwolf, Leiterin Immobilien der Stadt Winterthur:
«Im Rahmen der Sanierungsmassnahmen auf dem Püntenareal Neuwiesen in Winterthur mussten sämtliche Bauten grösstenteils abgebrochen und entsorgt werden. Die wenigen noch gut erhaltenen Häuschen wurden in anderen Püntenarealen platziert. Nachdem die Bodenarbeiten auf dem Areal Neuwiesen nun abgeschlossen sind, werden derzeit etappenweise 60 neue Püntenhäuschen errichtet (vgl. SR-Beschluss zur Submission Neubeschaffung Püntenhäuschen). Die Platzierung der Püntenhäuschen wird auf Wunsch und in Absprache mit dem Püntenpächterverein PPV vorgenommen. Die neuen Püntenhäuschen sind aus nachhaltigen und langlebigen Materialien und dadurch wenig unterhaltsintensiv. Sie orientieren sich zudem an den veränderten Bedürfnissen der Pachtenden. Wie ein Blick auf bestehende Püntenareale zeigt, sind kleine Püntenhäuschen nicht mehr zeitgemäss und werden oft durch individuelle Anbauten ergänzt, was das Erscheinungsbild vieler Areale beeinträchtigt. Dieser Entwicklung wurde Rechnung getragen. Die neuen Häuschen haben eine Grundfläche von 8,76 m² (gemäss Püntenordnung erlaubt sind 10m²). spo

Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist bis Ende 2026 vorgesehen

Aus: https://winterthurer-zeitung.ch/region-1/warum-sieht-die-puent-aus-wie-…

 

 

 

 

Baracken im Dienst der Migranten oder Püntenhäuschen. Es stellt sich die Frage, wie wir mit Migranten umgehen. In der Bibel finden wir so mache Anregung:

 

3. Mose 19,33+34

"Unterdrückt die Fremden nicht, die bei euch leben, sondern behandelt sie wie euresgleichen. Liebt sie wie euch selbst, denn auch ihr seid Fremde in Ägypten gewesen! Ich bin der HERR, euer Gott."

 

 

Kommentar verfassen

Ihr Name / Vorname wird nicht veröffentlicht.
Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

Eingeschränktes HTML

  • Erlaubte HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
Ich stimme zu, dass meine Angaben bis auf Widerruf gespeichert und verarbeitet werden. Detailierte Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung.