Wie Schafe unter Wölfen

Alles ist verdreht. Wo das Schaf ist, steht normalerweise ein Hund. Das Schaf nimmt auch eine Haltung ein, wie ein Hund. Wo Wölfe sind, wären normalerweise Schafe, eine ganze Herde.

Diese verdrehte Sichtweise stammt aus der Bibel. Jesus meinte: "Ich sende euch wie Schafe unter Wölfe". Schafe unter Wölfen? Das entspricht nicht unseren Vorstellungen. Es ist irgendwie alles verkehrt. Das uns geläufige Bild, ist dasjenige vom Hirten, der für seine Schafe schaut und sich kümmert. Viele Christen meinen, es genüge sich lieben zu lassen und viel Wolle zu produzieren. Falsch. Jesus sendet. Er hat einen Auftrag. Wie kann man Schafe senden? Einen Hund kann man dressieren und ihn soweit bringen, dass er einen Auftrag vollbringt, aber nicht Schafe. Alles ist verdreht - wie im richtigen Leben. Jesus reizt das Bild vom Schaf und dem Hirten aus. Der Hirte beschützt nicht nur, sondern gefährdet auch. In seiner Sendung sind gar Verluste einkalkuliert. 

Jesus sucht und rettet Menschen, und er beauftragt. Wir sollen Licht im Dunkeln dieser Welt sein, damit noch andere gefunden werden können. Das kostet etwas.

 

Der "Wolf im Schafspelz" ist uns bekannt als jemand, der anderen Schaden zufügen will, sich aber positiv und liebenswürdig gibt. Die Umkehrung, das "Schaf im Wolfspelz" tarnt sich auch, um nicht aufzufallen, aber um nicht "geschädigt" zu werden. Das ist uns als Menschen, die Jesus nachfolgen nicht aufgetragen. Im Gegenteil, die Menschen sollen unsere Lebenkraft und unsere Liebe sehen.