I love you

Der Tod ist ein Skandal. Er ist die unverrückbarste Grenze, die uns gesetzt ist. Wir frönen zwar der Fiktion der Heilbarkeit von allem. Wo die Götter tot sind, alle grossen sozialen Utopien begraben scheinen – da bleibt dem Individuum nur das endliche Leben ohne Trost oder die Hoffnung auf individuelle Unsterblichkeit. Da wird der eigene Körper zum Götzen, dem mit Säftchen und Salben, Tröpfchen und Pillen, Reki-Massage und Muskeltraining, Pendeln und Schwitzhütten, ganzheitlichen und Psychotherapien gehuldigt wird. Wo sich das Individuum gegenüber den grossen gesellschaftlichen Bedrohungen wie Krieg, wirtschaftlichen Zusammenbrüchen oder ökologischen Katastrophen ohnmächtig fühlt, bleibt ihm, zur Beruhigung, nur die magische Gebärde - der Griff zu Pille und Pariser, die konsequente Verwendung homöopathischer Sonnencrème oder der scheinbar aussichtslose Kampf gegen das Rauchen. Den Sensemann freut's hingegen. Dabei müsste das nicht sein. Christus hat den Tod überwunden. Er ist auferstanden. Durch ihn können auch wir nach dem Tod in eine neue Form auferstehen. Jean Ziegler: "Seit dem ersten Homo sapiens Lucy 2,8 Millionen Jahre vor Christus haben rund 85 Milliarden Menschen gelebt. Keine und keiner hatte je denselben Fingerabdruck. Jeder Mensch war absolut singulär - und wird in dieser Singularität nach dem Tod weiterleben."

1. Korinther 1,55 "Tod wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt Deine Macht?"